Produktion
PilotsendungKunde
ARD/Bayerischer Rundfunk
Darsteller
Team von Gut AiderbichlStab
Produzenten: Michael Mildner/Bernd Schumacher
Erster Regisseur: Sylvain Welz
Realisatoren: diverse
Jahr
2006-2007Ort
Gut Aiderbichl in Henndorf/Österreich u.a.
20 Folgen der Doku-Serie im Ersten
„Die Tierretter von Aiderbichl“ wurden produziert von DeutscheFilmFernsehen und MET Film- und Fernsehproduktion im Auftrag der ARD Werbung für Das Erste.
Redaktion: Caren Toennissen und Katja Bruhnke-Kircher (beide BR).
Gut Aiderbichl, traumhaft gelegen im Salzburger Land, ist ein Paradies für Tiere, die dem Tod oder der Folter noch einmal entkommen sind. Mehr als 500 Pferde und Ponys, Ziegen und Schafe, Katzen und Hunde, Gänse oder Füchse haben auf dem Gnadenhof in den letzten sechs Jahren ein neues Zuhause gefunden. Das junge Team von Aiderbichl unter der Leitung von Michael Aufhauser setzt sich rund um die Uhr für das Wohl der Tiere ein. Bei ihren Rettungsaktionen mit dem Transporter, dem „Good Truck“, erleben die Tierretter auf Pferdemärkten oder in verwahrlosten Ställen aufregende, manchmal gefährliche Situationen, in denen sie kühlen Kopf bewahren müssen. Die harte Arbeit bei der Rettung und Versorgung der Tiere bringt in der Idylle des Voralpenlandes die unterschiedlichsten Charaktere zusammen: Medizinstudenten, Tierpfleger, Helfer, Praktikanten. Sie sind aufeinander angewiesen, schließen Freundschaften oder lösen Probleme, üben Gemeinschaft und teilen Emotionen. Und so geht es auf Gut Aiderbichl nicht allein um das Schicksal der Tiere.
Tiersendungen kommen bei den Fernsehzuschauern derzeit bestens an. Vor allem dokumentarische Sendungen haben einen riesigen Zuspruch. Hier war die ARD einmal mehr Vorreiter, wie die Erfolgsdoku „Tiger Elefant und Co“ beweist.
Klar, dass man aufgrund dieser Erfolge nach weiteren Formaten suchte. Als sich Andreas Reinhard vom Bayrischen Rundfunk vor diesem Hintergrund uns zu einer Konzeptentwicklung zu einer Serie aufforderte, war dies der erste Schritt auf einem kreativen Weg, der schließlich in die Serie „Die Tierretter von Aiderbichl“ münden sollte.
Eine Phase der Planung, Diskussion und Entwicklung begann. Nach einigen Monaten, im April 2006 dann die Entscheidung der ARD: ein Sendeplatz für die neue Doku-Serie „Die Tierretter von Aiderbichl“ war im Ersten gefunden und zur Verfügung gestellt worden.
Nun musste alles sehr schnell gehen, denn bereits am 11. Juli sollte die erste Folge ausgestrahlt werden.
Der Countdown begann: Zunächst wurde das Team zusammengestellt.
Zunächst machten sich die drei verpflichteten Autoren daran, die Original-Protagonisten von Gut Aiderbichl im österreichischen Henndorf kennen zu lernen. Eine sensible Aufgabe, weil das Tierretterteam keine gecastete Schauspielertruppe war, sondern authentische Menschen, die mit ungeheurem Einsatz bei der Sache waren und für die TV-Doku sehr viel von sich Preis gaben.
Eine von vielen erprobten Versionen des Vorspanns
Diese Version rückte der finalen Version schon näher. Es wurde allerdings entschieden, die Tierretter nicht mehr so präsent in das Bild zu setzen.
Alle Festivalteilnehmer bestimmen Sieger
89 Programme haben es in die Finalrunde geschafft und kämpfen in der Festivalwoche um die Auszeichnung. Über 400 Kinderfernsehexperten aus mehr als 50 Ländern nehmen an dem Festival teil. Sie alle können sich an der Wahl der Siegerprogramme beteiligen – beim PRIX JEUNESSE INTERNATIONAL gibt es keine Jury, die hinter verschlossen Türen tagt. Stattdessen treffen sich alle Festivalteilnehmer nach den Programmvorführungen in internationalen Diskussionsgruppen, analysieren die Stärken und Schwächen der Programme, und im Anschluss geben die Experten Noten für jedes Programm ab. Die höchst bewertesten Programme der einzelnen Kategorien bekommen dann die begehrte PRIX JEUNESSE-Trophäe.
Der Prix Jeunesse International, das wichtigste Kinderfernsehfestival weltweit, zeichnet die besten Kinder- und Jugend-TV-Programme der Welt aus. Vom 28. Mai bis 2. Juni 2010 treffen sich Kinderfernsehexperten aus aller Welt beim Bayerischen Rundfunk in München, um Programme zu sichten, in anregenden Diskussionen Erfahrungen auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln. Alle Festivalteilnehmer beteiligen sich an der Wahl der Gewinnerfilme. In der Prix Jeunesse Award Ceremony erwartet die ausschließlich geladenen Gäste eine spannende Show, deren Highlight natürlich die ekanntgabe der Sieger des diesjährigen Festivals ist. Begleitet wird die Vergabe der einzelnen Preise durch ein buntes Programm mit Showacts.
Bereits seit 1964 richtet die Stiftung Prix Jeunesse alle zwei Jahre den Prix Jeunesse International aus, der sich mittlerweile zur renommiertesten Auszeichnung der Branche entwickelt hat. Träger der Stiftung sind der Freistaat Bayern, die Landeshauptstadt München, der Bayerischen Rundfunk, das Zweiten Deutschen Fernsehen, die Bayerische Landeszentrale für neue Medien und Super RTL.
Ein Fernsehteam der MET filmt dreht während der Diskussionsrunden einen kleinen Teil der der Teilnehmer im großen Sitzungssaal des Bayerischen Rundfunks in München. Die Entscheiungen der Juries, welcher Film gewinnt, bleiben bis zur Preisverleihung geheim. Der versiegelte Umschlag mit dem Gewinner wird erst in der Award Ceromony geöffnet.
Die Stäbe von Prix Jeunesse, Bayerischen Rundfunk und MET arbeiteten unter Hochtouren in langen und umfangreichen Sitzungen an der Award Ceremony. Inhalt, Ablauf und Organisation wollten genau besprochen sein. Die Proben begannen bereits einen Monat vor der Show.
Angesichts des enorm hohen Zeitdrucks war die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der ARD umso bemerkenswerter. Redaktionsleiterin Caren Toennissen, Redakteurin Katja-Bruhnke-Kircher, Assistentin Claudia Stadelmayer (alle BR) und Executive Producerin Bettina Reitz (ARD/BR) setzten sich für das Projekt ein – und gaben wertvolle und wichtige Impulse für die Entwicklung dieser Serie.
Noch bevor die letzte Folge der ersten Staffel abgedreht wurde – waren alle Beteiligten der „Tierretter von Aiderbichl“ zu einer Familie zusammengewachsen: das Team von Gut Aiderbichl, die Mannschaft von DFF und MET sowie die Redaktion der ARD. Und alle wussten: Noch waren längst nicht alle Geschichten der Tierretter erzählt.
Es beginnt wie im Märchen der „Bremer Stadtmusikanten“: Ein Zirkuspferd hat jahrelang seinen Dienst verrichtet, ist nun aber zu alt und schwach dazu. Das kleinwüchsige Kalb ist für die Viehzucht ungeeignet, ansonsten aber kerngesund. Ein in die Jahre gekommenes Zuchtschwein, das in seinem ganzen Leben nur den Stall von innen gesehen hat, hat ausgedient. Aber es ist kein Grimmsches Märchen, sondern die Realität. Etwas Besseres als den Tod haben die Tiere dennoch gefunden – auf Gut Aiderbichl im Salzburger Land. In der Idylle am Alpenrand kämpfen Gutsbesitzer Michael Aufhauser und seine Mitarbeiter dafür, vernachlässigten, alten oder gequälten Tieren einen friedlichen Lebensabend oder ein würdevolles Sterben zu ermöglichen.
Die Doku-Serie „Die Tierretter von Aiderbichl“ hat im letzten Sommer viele Fernsehzuschauer im Ersten berührt. Durchschnittlich 1,6 Millionen pro Folge erlebten die aufreibende Arbeit der Tierretter und die Rettungseinsätze mit dem „Good Truck“ am Bildschirm mit. Ab Donnerstag, 12. Juli 2007, kommen nun alle 20 Folgen wieder ins Programm – immer dienstags bis freitags um 18.50 Uhr im Ersten.
Dann gibt es u.a. ein Wiedersehen mit den Tierrettern Rico Fernando, Michaela und Eunike Simon und Andrea Dürager, die sich in spannenden und anrührenden Geschichten um das Wohl der Tiere kümmern. Und das Interesse daran ist groß. Die ARD-Serie hat ganz nebenbei auch für einen Besucheransturm auf Aiderbichl gesorgt. Über 300.000 Zuschauer aus ganz Deutschland – das belegt eine Besucherbefragung – haben sich nach der Ausstrahlung im letzten Sommer auf den Weg gemacht, um das Gut, seine Tiere und die Protagonisten zu besuchen.

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![ard_tierretter1[1]](https://met-tv.de/wp-content/uploads/2026/01/ard_tierretter11.png)
